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Sibylle Hummel  Mezzosopran / Alt


Der Weg der Stimme

Die Mezzosopranistin und Altistin Sibylle Hummel absolvierte ihr Gesangsstudium an der Folkwang Hochschule in Essen bei Prof. Claudia Rüggeberg. Danach widmete sie sich intensiv der Schauspielausbildung nach Lee Strasberg (Actors Studio New York) bei John Costopoulos (New York) und Agnes Pollner (Köln).

Bereits in ihrer Studienzeit entwickelt sie das persönliche und künstlerische Anliegen, sich mit allen Facetten der Stimme in verschiedenen künstlerischen Formen auszudrücken. So zeichnet sich ein Weg der Stimme, der Genre übergreifend beschritten wird – in der Oper, im Konzert, im Lied und Musiktheater.

Es folgen Engagements am Internationalen Operninstitut Washington (Cherubino/Marcelline – Die Hochzeit des Figaro, Orpheus – Orpheus und Eurydice, 1. Norn – Götterdämmerung).
Am Allee-Theater Hamburg singt sie Melissa – Alcina, 3. Dame – Die Zauberflöte und an der Jungen Kammeroper Köln Tisbe – La Cenerentola, Mutter – Hänsel und Gretel, Orlofsky – Die Fledermaus. Ihr Repertoire umfasst alle wichtigen Mezzosopranpartien des klassischen lyrischen Fachs.

Ihre stilistische Bandbreite zeigt sich auch im zeitgenössischen Musiktheater. An der Kammeroper Rheinsberg wirkte sie in den Uraufführungen mehrerer zeitgenössischer Opernszenen (“Bestmannoper”, “Der Patient” u.a.) mit. Gastverträge führten sie u.a. an die Oper Bonn mit der Uraufführung der Multimedia-Oper von Vladimir Tarnopolski “Jenseits der Schatten”, ein Auftragswerk für die Bonner Biennale. Interpretationen zeitgenössischer Werke – wie Gerhard Rühms Schwellenchronik – produzierte sie für den WDR-Hörfunk.

Sibylle Hummel arbeitete mit den namhaften Regisseuren Adolf Dresen, Hans-Peter Lehmann und Christof Nel zusammen. Ihr weiteres Opernrepertoire beinhaltet u.a. den Sextus in “La clemenza di Tito”, Komponist in “Ariadne auf Naxos” und Octavian im “Rosenkavalier.”

Als gefragte Altistin ist Sibylle Hummel häufig auf dem Konzertpodium zu erleben. Hier gilt ihre besondere Vorliebe dem Liedgesang. Fester Bestandteil ihres Repertoires ist die Zeit des Fin de Siècle und des Spätimpressionismus. In Mahlers Gesellen-,  Rückert- und Kindertotenliedern, aber auch in Wagners Wesendonckliedern und einer reichen Auswahl an Liedern von Richard Strauss kommt ihr unverwechselbares Alt-Timbre meisterhaft zur Geltung.

In Konzerten mit den Dirigenten Helmuth Rilling, Peter Neumann, Bernhard Kontarsky sang sie die h-moll-Messe in der Liederhalle Stuttgart und Beethovens 9. Symphonie in der Alten Oper, Frankfurt. Sie musizierte mit dem Barockensemble “l'arte del mondo” Christoph Willibald Glucks “Il Cinesi” unter der Leitung von Werner Ehrhardt. Mit Mendelssohns “Paulus” tourte sie nach Frankreich und London, St. Paul's Cathedral.

Sibylle Hummel ist inzwischen eine renommierte Mezzosopranistin. Als Solistin in Verdis Requiem im Konzerthaus am Gendarmenmarkt Berlin verbuchte sie einen großen persönlichen Erfolg.

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